Anforderungen an eine gute Tragehilfe

  1. Der Steg zwischen den Beinen soll die AHS (Anhock-Spreiz-Stellung) der Beine ermöglichen, d. h. er muss breit genug sein (aber nicht zu breit!).
  2. Die Kniegelenke des Kindes sind auf Höhe des Bauchnabels, die Kniekehlen ungefähr auf Höhe des Popos.
  3. Der Rücken muss gut gestützt werden -> der Stoff umschließt und stützt den kindlichen Rücken. Das Kind darf weder zusammensacken, noch zur Seite wegkippen.
  4. Das Material darf weder zu nachgiebig noch zu steif sein.
  5. >> Durch die oberen Punkte ergibt sich automatisch eine gute AHS und ein schön gerundeter Rücken.
  6. Das Material soll schadstofffrei, der Oberstoff nach Möglichkeit kunstfaserfrei und die Farben speichelecht sein.
  7. Die Trage sollte so gut anlegen werden können, dass der Schwerpunkt so nah wie möglich am Träger ist >> damit wird das Tragen gerade bei längeren Strecken angenehmer und entspannter.
  8. Eine Kopfstütze ist dann notwendig, wenn das Kind schläft oder noch keine ausreichende eigene Kopfkontrolle hat.
  9. Bänder, Gurte und Schnallen sollen gut und einfach zu bedienen sein.

Vorteil von Fertigtragen gegenüber einem Tragetuch:

  • Sind schnell angelegt.
  • Auch Ungeübte haben das Anlegen schnell herausgefunden (oft viel schneller als ein Tuch gut zu binden).
  • Für viele ist der Beckengurt besonders gewichtsentlastend, besonders bei größeren Kindern.

Nachteil gegenüber dem Tragetuch:

  • Je nach Modell und/oder Dicke der Bekleidung müssen die Gurte immer wieder neu eingestellt werden (gerade bei unterschiedlich großen Eltern)
  • Je nachdem wie groß das Kind ist, kann es sein, dass es irgendwann rauswächst und eine andere Trage dann besser passt
  • >> Tragetuch lässt sich immer individuell anpassen

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