Anforderungen an eine gute Tragehilfe
- Der Steg zwischen den Beinen soll die AHS (Anhock-Spreiz-Stellung) der Beine ermöglichen, d. h. er muss breit genug sein (aber nicht zu breit!).
- Die Kniegelenke des Kindes sind auf Höhe des Bauchnabels, die Kniekehlen ungefähr auf Höhe des Popos.
- Der Rücken muss gut gestützt werden -> der Stoff umschließt und stützt den kindlichen Rücken. Das Kind darf weder zusammensacken, noch zur Seite wegkippen.
- Das Material darf weder zu nachgiebig noch zu steif sein.
- >> Durch die oberen Punkte ergibt sich automatisch eine gute AHS und ein schön gerundeter Rücken.
- Das Material soll schadstofffrei, der Oberstoff nach Möglichkeit kunstfaserfrei und die Farben speichelecht sein.
- Die Trage sollte so gut anlegen werden können, dass der Schwerpunkt so nah wie möglich am Träger ist >> damit wird das Tragen gerade bei längeren Strecken angenehmer und entspannter.
- Eine Kopfstütze ist dann notwendig, wenn das Kind schläft oder noch keine ausreichende eigene Kopfkontrolle hat.
- Bänder, Gurte und Schnallen sollen gut und einfach zu bedienen sein.
Vorteil von Fertigtragen gegenüber einem Tragetuch:
- Sind schnell angelegt.
- Auch Ungeübte haben das Anlegen schnell herausgefunden (oft viel schneller als ein Tuch gut zu binden).
- Für viele ist der Beckengurt besonders gewichtsentlastend, besonders bei größeren Kindern.
Nachteil gegenüber dem Tragetuch:
- Je nach Modell und/oder Dicke der Bekleidung müssen die Gurte immer wieder neu eingestellt werden (gerade bei unterschiedlich großen Eltern)
- Je nachdem wie groß das Kind ist, kann es sein, dass es irgendwann rauswächst und eine andere Trage dann besser passt
- >> Tragetuch lässt sich immer individuell anpassen

