Ein Baby tragen - instinktiv kann das jeder, aber gibt es da nicht doch ein paar Dinge, die wichtig wären zu beachten?
- Wichtig ist: das Baby nie mit dem Gesicht vom Träger abgewandt nach vorne tragen.
- Das ist für die Rückenentwicklung des Kinden nicht gut (Hohlkreuz!)
- und das Baby wird nach kurzer Zeit so von den ungefilterten Reizen überanstrengt, dass es sich zurückziehen und ausruhen möchte.
- Das ist in dieser Position nicht möglich, das Baby wird unruhig, weint, wehrt sich.
- Der Steg einer Babytrage bzw. das Tragetuch sollte von Kniekehle zu Kniekehle reichen und das Baby sollte so in einer guten AHS sitzen.
- Dadurch werden die Hüften in die richtige Stellung gebracht.
- ACHTUNG: wenn das Baby zu breit sitzt, im Spagat oder aber mit den Knie zu weit nach oben, dann ist das ebenso schädlich für die Entwicklung, wie eine Haltung in der das Gewicht auf den Genitalien ruht (schmaler Steg).
- Das Babyköpfchen muss bei den ganz Kleinen noch gut gestütz werden können, es darf nicht hin und her wackeln.
- Wenn Sie das Baby vorne tragen und sich nach vorne bücken - dann darf das Baby nicht kippen, es darf kein Spalt zwischen Ihrem Oberkörper und dem Babykörper sein!
- Bedenken Sie,dass Sie laufen, Ihr Baby aber nicht: daher gerade auf die Temperatur der Beine und Füsse achten und gegebenenfalls für zusätzlichen Schutz sorgen.
- Fangen Sie langsam an mit dem Üben: am Anfang ein paar Minuten, dann können Sie sich steigern. Auch Ihre Muskeln müssen sich erst an das Tragen gewöhnen. Es ist ein Unterschied ob Sie ein Baby recht früh beginnen zu tragen und Ihre Muskeln mit dem Babygewicht parallel mitwachsen oder ob Sie erst damit anfangen, wenn Ihr Kind schon 8 kg oder mehr wiegt. Haben Sie Geduld.
- Beginnen Sie mit dem Tragen wenn Ihr Baby satt und zufrieden ist. Auch Ihr Baby/Kind muss sich erst an das Gefühl gewöhnen.
- Schaukeln Sie ein wenig hin und her - diese Bewegung beruhigt Ihr Kind.
- ATMEN nicht vergessen: wenn Sie ihren Atem vor lauter Konzentration anhalten, bekommt Ihr Baby Panik und fängt an sich zu wehren.
- Wenn Sie eine Trageweise üben, die Sie selber absolut nicht gewohnt sind und sich unsicher fühlen: üben Sie zuerst mit einer Puppe, einem großen Teddy, einem Kissen.
- Bei den Rückentrageweisen üben Sie am Anfang besser mit jemanden gemeinsam das Auf- und Absetzen.
- Stellen Sie sich anfänglich an ein Bett, Sofa etc. Im Falle eines Falles rutscht Ihr Kind auf die weiche Matratze.
- Sollte Ihr Baby sich am Anfang wehren und weinen: probieren Sie es später oder an einem anderen Tag nochmals.
- Nicht jede Tragehilfe passt zu jedem Kind und zu jedem Träger. Was für die eine Familie gut ist, ist für andere ungünstig. Probieren Sie mehrere Tragen / Tücher aus.
- Gönnen Sie sich eine Übungsstunde mit einer Trageberaterin. Die meisten kosten so um die 15-20 Euro für ca. 1,5-2 Std. intensiver Einzelberatung. Meiner Meinung nach gut investiertes Geld, denn Sie üben gemeinsam mit der Beraterin unterschiedliche Bindeweisen oder Tragehilfen aus, bekommen viele Tricks und Tips gezeigt und können oft danach besser beurteilen, mit welchem Tuch oder Tragehilfe Sie zurechtkommen.
Trageberaterinnen finden Sie z. B.
