Bambus

 

  
In den letzten Jahren ist Bambus als wertvolle Rohstoffe in allen möglichen Bereichen des Lebens immer wichtiger geworden. Bambus ist eine extrem schnellwachsende Pflanze, benötigt werden Dünger noch Pestizide und wächst in sehr vielen Teilen der Erde (Afrika, Asien, Karibik, Latein Amerika).

Hier einige Informationen über den Vorteil von Bambus:

  • Pestizid und düngerfreier Anbau (Baumwolle aus dem konventionellen Anbau ist hoch belastet damit und benötigt dazu noch extreme Bewässerung was gerade in Ländern z. B. des Nahen Ostens ein großes Problem ist)
  • Weicher als Baumwollstoffe, auch nach dem Waschen und Trocknen auf der Leine
  • und in vielen Fällen auch saugfähiger als Baumwolle.
  • Es ist eine der schnellwachsensten Pflanzen auf Erden, lässt sich umweltfreundlich ernten. Es reicht, einen Teil der Pflanze zu schneiden, der Rest treibt wieder aus
  • Bambus zur Garnherstellung wird aus Plantagenbambus hergestellt, keine Wildsammlung, es werden also keine Nahrungsquellen der Pandabären oder bedrohte Bambusarten dafür verwendet.
Einen Nachteil hat Bambus: da er so viel Flüssigkeit aufnehmen kann, dauert das Trocknen etwas länger. Daher finde ich Windeln die nur aus zwei Lagen Stoff sind besser und empfehle dann lieber das Verwenden von mehreren Einlagen.

Pflege:
Wenn Sie die Waren aus Bambusstoffen erhalten - nicht erschrecken, das Material ist am Anfang extrem weich (sehr positiv), aber auch etwas flusig. Das Gewebe verstärkt sich aber durch das Waschen, die Maschen ziehen sich zusammen. Trotzdem bleibt es weich und eignet sich daher auch hervorragend als Waschlappen für empfindliche Haut.
Bitte waschen Sie die Sachen zuerst einmal bei 40°Grad im Feinwaschgang (ohne Weichspüler!, der ist sowieso unnötig, liegt unnötig auf den Fasern auf, verringert die Flüssigkeitsabsorption und belastet die Gewässer). Später können Sie auch den 60°Grad Waschgang wählen.

Wenn Sie einen Trockner haben, dann können Sie die Sachen bei niedriger oder mittlerer Temperaturstufe trocknen. Manchmal müssen Sie die Windeln dann noch etwas an der Luft trocknen.


Hinweis zur Herstellung von Bambustextilien:
In letzter Zeit gab es immer wieder Diskussionen darüber, wie die Bambustextilien hergestellt werden und ob sie wirklich so positiv sind, wie immer wieder hervorgehoben wird.

Fakt ist: Bambus muss aufgespalten werden, da sich die Pflanzenfasern natürlich nicht so direkt vom Halm weg verspinnen lassen. Diese Aufspaltung erfolgt in einem Prozess der ähnlich wie bei der Viskoseherstellung ist. D. h. die Bambusstangern werden zerkleiner und durch bestimmte chemische Mittel so zu einem Brei aufbereitet, dass die entstehende Masse danach durch Düsen gespritzt wird und dann ein Faden entsteht. Manchmal wird auch noch ein Bleichprozess durchgeführt, dass sind dann die ganz schneeweissen Bambusstoffe.

Bei vielen der von mir verkauften Windeln weiß ich mittlerweile, dass für den Stoff mittlerweile auch ein Ökotest100 Zertifikat vorliegt.

Ich weiß auch, dass es einige Kunden gibt, denen ein Material, dass erst "aufbereitet" werden muss, nicht gefällt. Ich denke aber, es muss einiges drumerherum betrachtet werden:

- Wie groß ist der Aufwand die Nutzpflanze zu kultivieren, benötigt sie Dünger oder Pestizide, wie hoch ist der Wasserverbrauch? Auch Baumwolle aus kbAnbau benötigt Unmengen an Wasser -und wächst nun mal nicht in den nördlichen Breitengraden, in denen Wassermangel kein Problem ist, sondern ausgerechnet dort, wo Wasser dringend anderweitig benötigt wird.
- Wie wird das Produkt geerntet und was passiert danach? Baumwolle ist z. B. ein Spekulationsgut an der Börse. Die Preise werden z. B. künstlich hoch getrieben, was oft nicht mit dem reallen Gegebenheiten zu tun hat, die Leute die auf den Baumwollfarmen arbeiten bekommen deswegen nicht mehr an Lohn.
- Wir können uns nicht alle in Schafwolle kleiden. Abgesehen davon, dass es zum Teil einfach zu warm wäre: wo sollten die Massen an Schafherden hin und was passiert mit dem "Abluft-Austoss" der Schafe? Die armen Tiere stehen ja jetzt schon gemeinsam mit den Kühen unter dem Generalverdacht der Verschlechterung des Weltklimas.
- Seide: Seidenraupen werden in kochendes Wasser geworfen und abgetötet. Der Faden muss danach meist noch chemisch behandelt werden damit er weiterverarbeitet werden kann. Ausserdem benötigen die Seidenraupen Unmengen an bestimmten Blättern, die müssen erstmal angebaut werden.


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