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Materialinformationen zu Hanf

Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt, so wird sie z. B. in China seit über 10.000 Jahren angebaut.
Die Nutzung ist äusserst vielfältig: Textilien, Medizin, Nahrungsmittel, Werkstoffe, Kosmetika, Papier, .......

Bis zum großen Boom der Baumwolle war Hanf ein sehr wichtiger Rohstoff in der Textilindustrie. Aus der Pflanze wurde Stoffe hergestellt, aus den Samen das hochwertige Hanföl. Mittlerweile ist dieses in Reformhäusern auch wieder erhältlich.

Als Indien eine Kolonie Großbritanniens wurde und dadurch die Baumwolle nach Europa in großem Stile kam, verlor der Hanf immer mehr an Bedeutung.

Stoffe:

Meist wird Hanf mit einem weiteren Garn gemischt und es gibt sehr viele Gewebe oder Gewirke die eine Mischung aus Hanf und Baumwolle sind. Stoffe aus Hanf können gewebt oder gewirkt sein. Die Jeans die Levi Strauß ursprünglich für Goldgräber konzipierte war aus Hanf: sehr strapazierfähig, fühlt sich nicht klamm an auch wenn die Hose nass ist und der Stoff kühlt im Sommer und wärmt im Winter.

Heute gibt es ganz dünne Hanf-/Baumwolljerseys die wunderbare dünne T-Shirts ergeben, es gibt dickere Hanfjerseys oder auch Hanf-Fleece: eine Seite glatt, die andere angerauht. Daraus lassen sich sehr gut Windeleinlagen nähen.

Pflege:

Je nach Verarbeitung und Hersteller wird eine Temperatur zwischen 30 und 60 Grad empfohlen, Trockner ist möglich. Hanfstoffe schrumpfen beim Waschen ebenfalls meist etwas ein und auch im Trockner noch etwas mehr.

Oft wird von der Verwendung eines Pulverwaschmittels abgeraten, da lange Jahre lang konventionelle Waschmittel das Rieselmittel Kieselgur enthielten. Dieses Mittel hat sich in den Röhren der Hanffaser festsetzen können und nach längeren Zeit wurden so die Fasern brüchig. Mittlerweile scheint aber dieses Rieselmittel kaum (oder gar nicht) mehr verwendet zu werden. Wir haben beim Hersteller des von uns vertriebenen Hanf-Fleece nachgefragt und auch dieser rät sicherheitshalber dazu Textilien aus Hanf mit Flüssigwaschmittel zu waschen.

Wenn Sie also sicher gehen wollen, verwenden Sie entweder Flüssigwaschmittel oder Pulverwaschmittel aus dem Biobereich wie z. B. das von Sonett. Wird Hanf aber mal mit konventionellem Waschmittel gewaschen, dann ist auch nicht schlimm. Und wahrscheinlich enthalten die meisten Waschmittel das Kieselgur auch gar nicht mehr, da dieses zu teuer ist.

Wenn Sie neue Hanfeinlagen für Stoffwindeln kaufen (oder aus Stoff nähen wollen), dann den Stoff vorher mindestens 1-3 x waschen. Wie alle Naturstoffe, benötigt auch Hanf mehrere Waschgänge bevor er eine gute Saugkraft erreicht. Bis das passiert, verwenden Sie mehrere Einlagen und rechnen Sie mit kürzen Wickelabständen.

Wir empfehlen auch die Hanfeinlagen als unterste Schicht  - also nicht direkt am Popo - zu verwenden. Hanf quillt langsamer auf und deswegen ist es günstiger direkt am Popo z. B. einen Baumwollstoff zu haben und darunter dann die Hanfeinlage.

Unserer Erfahrung nach benötigen Hanfeinlagen je nach Dicke etwas länger zum trocknen und beim Lufttrocknen werden sie hart. Wenn Sie das stört, dann kneten Sie die Einlagen kräftig durch oder geben Sie diese noch kurz in den Trockner um sie dort weicher zu schleudern.

Planze und Anbau:

Da Hanf weder Herbizide noch Pestizide benötigt, er ist äusserst resistent gegen Schädlinge und wächst so schnell, dass Unkraut sowieso keine Chance hat durchzukommen, ist er im Anbau schon extrem umweltfreundlich. Und schlägt damit Baumwolle um Längen, ebenso im Wasserverbrauch. Baumwolle benötigt sehr viel Wasser zum Anbau. Hanf bildet auch sehr lange Wurzeln und lockert den Boden auf, d. h. er wird auch oft in Landwirtschaft eingesetzt um den Boden aufzulockern und später dann das verbesserte Land für andere Pflanzen zu nutzen.

In der Schiffahrt ist Hanf von großer Bedeutung: die Fasern sind extrem stabil, strapazierfähig und langlebig. Die Taue der Segler waren bis zur Umstellung auf Kunstfasertauer aus Hanf gefertigt. Und Windeln müssen ebenfalls viele hunderte Mal in die Waschmaschine eventuell in den Trockner und sollten auch mehr als ein Kind überstehen. Und da Hanf ja auch sehr, sehr viel Flüssigkeit aufsaugen kann (die Fasern quellen dann auf), ist diese Pflanze ein idealer Rohstoff für Windeln.

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