Bei uns ist es schon eine Weile her das ich große, große Taschen für das Schwimmbad packen musste. Jetzt kann ich es aufteilen, meine Kinder können schon selber ihre Sachen tragen (obwohl für mich immer noch genügend übrig bleibt das zu schleppen ist).

Aber wenn Du jetzt mit Deinem ersten Baby ins Schwimmbad gehen möchtest, dann kann Dir vielleicht dieser Beitrag beim Packen Deiner Taschen zu helfen:

 

Wenn Ihr ins Schwimmbad geht mit Baby/Kleinkind, dann braucht Ihr:

Sonnenschutzmittel!!!

Ganz wichtig, such Dir im Netz die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Marken heraus, ob mineralischer oder chemischer Lichtschutz, ob als Spray oder Creme. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile gibt es auch schon eine große Anzahl an Sonnecremes mit mineralischem Filter der nicht mehr die Haut komplett “weisselt”.

Kopfbedeckung:

Hütchen / Kappe - Auch hier gibt es unterschiedliche Versionen. Kappen mit Nackenschutz, Stoffe die schon mit einem UV Filter ausgerüstet sind. Dazu sollte diese noch möglichst leicht und luftig sein. Ein dicht gewebter Stoff hält im Grunde genommen mehr Sonne ab als ein loser Stoff - doch darunter wird es oft zu warm. Daher lieber zu Spezialstoffen greifen.

Schwimmwindeln

Die aller-allermeisten Bäder verlangen mittlerweile Schwimmwindeln für die Kleinen. Schwimmwindeln haben nicht den Zweck das Pipi aufzusaugen - sie sollen das feste, große Geschäfte auffangen und verhindern das es im Wasser rum schwimmt. Ja es gibt Einwegschwimmwindeln aber die sind ja reichlich seltsam: saugen sich voll, hängen dann tief am Babypopo runter und wieder mehr Müll produziert. Müssen natürlich auch nachgekauft werden und auf die Dauer wird das auch teuer. Dann lieber ein oder zwei hübsche Schwimmwindeln kaufen. Schöne Schwimmwindeln gibt es z. B. von Imse Vimse, TotsBots, Apple Cheeks, Planet Wise oder Charlie Banana, etc..  Ach ja – es gibt immer wieder die Frage: kann ich eine Stoffwindelüberhose oder eine ungestrafte Pockenwindel als Schwimmwindel nehmen? Ja, geht theoretisch. Ich würde diese Überhose / Pocket aber danach nicht wieder als normale Stoffwindel einsetzen, denn die Beschichtung kann unter dem gechlorten Wasser auf die Dauer leiden.

Ein spezielles Video zum Thema “Schwimmwindel” haben wir auf unserem YouTube Kanal und kann auch direkt im Shop im Bereich der Schwimmwindeln angesehen werden.

Langärmelige Kleidung / UV-Bekleidung:

Auf jeden Fall etwas leichtes langärmeliges für die Kleinen und Dich. Die Auswahl an spezieller UV-Schutz Bekleidung wird immer größer. Und damit können die Kinder auch im Wasser plantschen. Dieses Material hat auch oft den Vorteil, dass es sehr schnell wieder trocknet.

Getränke & Flaschen:

Viel zu trinken mitnehmen! Klar könnt ihr in den meisten Freibädern etwas kaufen, günstiger ist es aber sich die Getränke von zu Hause  mitzubringen. Es gibt mittlerweile eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Trinkflaschen, entweder aus Edelstahl oder BPA-freiem Kunststoff. Meine Lieblingsflaschen sind die  isolierenden Edelstahl-Flaschen. Die Auswahl ist mittlerweile riesig geworden: manchmal gibt es Angebote bei diversen Discountern ABER: wenn mal der Verschluß oder eine Dichtung verloren geht, lässt sich dies meist nicht mehr nachkaufen. Daher finde ich es nachhaltiger eine (zwar meist etwas teurere) Flasche zu kaufen, aber dann doch auch auf Ersatzteile zurück greifen zu können. Und glaube mir: ich habe schon mehrmals irgendwelche Trinkaufsätze oder Verschlüsse nachkaufen müssen.

Decken, Handtücher, Bademäntel

Auf der Wiese oder dem harten Schwimmbadboden liegen mag nicht jeder. Daher eine große Decke mitnehmen. Auf einer großen Decke kannst Du auch Dein Baby in Ruhe wickeln. Es gibt spezielle Picknickdecke mit einer Beschichtung auf der Unterseite. Diese halten die Feuchtigkeit der Wiese ab. Lässt sich übrigens auch selber nähen: Unterseite aus PUL, eine Wattierung dazwischen und eine Oberseite aus z. B. Frottee oder Flanell. Wir haben aber z. B. zur Hochzeit eine mexikanische Wolldecke geschenkt bekommen, diese begleitet uns jetzt auf jeder Reise und ist unsere Picknickdecke. Und auf vielen Familienfotos mit dabei. Quasi ein Erkennungszeichen. Und ab und zu bekommt Margret aus Texas ein solches Bild und weiß, dass ihre Decke was erlebt.

Handtücher sollten groß genug sein um auch als Liegeplatz zu dienen. Für die Kleinen sind aber oft Bademäntel praktischer. Oder aber diese Handtuch Ponchos. Dein Baby darin einwickeln und es kann sich nach dem Wasser plantschen wieder aufwärmen. (ja, auch bei hohen Temperaturen geht das schnell nach langer Zeit im Wasser).

Essen!

Ja - auf jeden Fall genug zu Essen mitnehmen! Wisst Ihr noch wie hungrig Ihr nach dem Schwimmen früher immer gewesen seid? Leicht salziges ist gut (schließlich ist es heiß und alle schwitzen, da tut ein bisschen Salz ganz gut) so etwas wie Brezeln, wasserreiches Obst/Gemüse wie z. B. Melonen, Gurken, Äpfel, vielleicht ein paar nahrhafte Kekse. Auch Bratlinge aus Fleisch oder Getreide oder Gemüse tun gut.

Kleine Hausapotheke:

Ich würde noch ein kühlendes Gel auf Basis von Aloe Vera mitnehmen, außerdem eine Zeckenschlinge (Zeckenkarte, Zeckenzange), ein Mittel gegen eventuelle Insektenstiche oder Bisse. Und natürlich das übliche wie Pflaster, Desinfektionsmittel und Pinzette (Splitter).

Wetbags

Sehr empfehlenswert nicht nur für die Stoffwindel-Familie! Denn in die Wetbagskommen nach dem Schwimmen die nassen Klamotten. Viele kennen sie nur zur Aufbewahrung der schmutzigen Stoffwindeln, dabei sind diese aber richtig gut fürs Schwimmbad und den Urlaub. Wetbags haben eine spezielle Beschichtung, meist ist das ein Stoff aus PU, und dieses Material lässt die Feuchtigkeit nicht nach außen dringen. Viele Modelle lassen sich mit einem Reißverschluss schließen, anderen mit Knöpfen oder einer Kordel.

– Feuchttücher /_ Waschlappen_ um verschmierte Hände und Mündchen zu säubern.: Einwegtücher scheinen auf den ersten Blick ja immer ganz praktisch zu sein, aber viele Kinder vertragen sie nicht und sie sind einfach noch mehr Müll. Nimm Deine Waschlappen von zu Hause mit, Du kannst entweder schon zu Hause die Waschlappen mit einer selbstgemachte Lotion tränken und dann z. B. in einer Feuchttuchbox oder einer anderen Dose mitnehmen oder einfach nur die Waschlappen mit Eurem Trinkwasser feucht machen. Ein Video wie Ihr die Feuchttücher selber macht, findet Ihr ebenfalls bei NewMamasWorld bei youtube.

Badeschuhe:

In Freibädern tummeln sich auch meist die Bienen und vor allem Wespen und wie oft sind schon Kinder drauf getreten. Darum sind Badeschuhe schon aus diesem Grunde nicht schlecht. Und in Hallenbädern gibt es oft die Gefahr von Fußpilz. Auch nicht so fein.

Spielzeug:

Eventuell noch etwas Spielzeug wie Sandförmchen um Wasser hin und her zu schubsen oder vielleicht gibt es ja noch einen Sandkasten im Bad. Für zwischendurch noch ein Buch um auf der Decke zu kuscheln und zu lesen.

Schwimmgürtel oder Schwimmflügel

Da lässt Du Dich am Besten fachkundig beraten was für Dich und Dein Kind am Besten geeignet ist. Denn das hängt auch von der Größe und der Entwicklung des Kindes ab.

Große Taschen!

Und um das ganz gut zu transportieren braucht Ihr jetzt noch eine große, große Tasche. Eventuell auch den berühmten „Hackenporsche“ also so einen Einkaufswagen zum Hinterherziehen. Versucht Euch auf eine Tasche zu beschränken, schließlich müsst ihr noch 1-2 oder mehr Kinder irgendwie an der Hand, auf dem Arm, im Blick haben.
Und wenn Ihr es bisschen luxuriöser haben möchtet, dann nehmt noch eine Kühltasche mit, das muss keine große Tasche sein und keine Box, die einfachen aus dem Supermarkt (bei den Tiefkühlwaren) reicht aus. Netter sehen natürlich die Thermo-Taschen von Planet Wise aus.

Mein Tip: Und wenn es irgendwie möglich ist, dann noch eine zweite erwachsene Person mit ins Schwimmbad nehmen. Gerade dann, wenn Du mit mehr als einem Kind unterwegs bist oder auch mal selber schwimmen möchtest. Oder alleine nur auf Toilette gehen. Schwimmbadtoiletten und Badeanzug sind ja doch eher unpraktisch mit Baby zu handeln. Bei uns gab es durch den Altersunterschied auch massive Interessenkonflikte von großem und kleinem Kind. Ehrlich gesagt: ich war sehr, sehr ungern mit Baby und Kleinkind im Schwimmbad. Ich finde es eigentlich erst gut, seitdem beide Kinder schwimmen können.

Und noch ein Hinweis: die Sonne, die Luft, das Wasser und vor allem der Lärm - das macht die Kinder meiner Erfahrung nach sehr schnell müde. Geh lieber früh los und dann um die Mittagszeit nach Hause oder erst spät ins Schwimmbad, wenn die meisten sich schon wieder auf den Heimweg machen. Auch wenn Du noch keine schulpflichtigen Kinder hast: erkundige Dich wann die Ferien beginnen und dann lieber die Bäder ab dem späten Vormittag meiden. Oder sollte Dein Bundesland an ein anderes grenzen, dann findet heraus wann dort die Ferien starten. Auch wenn der Fahrweg dann etwas länger sein mag, es kann sich lohnen. Wir hatten z. B. vor einigen Jahren über zwei Wochen lang super die Gelegenheit dann sehr ungestört im Freibad zu sein. Und am frühen Nachmittag wenn die Kinder aus der Schule ins Freibad gingen, fuhren wir nach Hause und hatten schon einen tollen Ausflug hinter uns.

Viel Spaß!

Sabine