In diesem Teil möchte ich Dir ein paar ätherischen Öle vorstellen mit denen Du z. B. Deine wunderschönen Wollsachen vor Motten schützt.

In diesem Sommer blühte der Lavendel in meinem Garten besonders intensiv und es brummte regelrecht darin. Für Bienen (egal ober Wild- oder Honigbienen) ist Lavendel eine wertvolle Nahrungsquelle. Aber nicht nur die Bienen lieben ihn - ich auch. Ich liebe die Farben und den Duft. Er erinnert mich immer an Sonne und für mich ist es ein sehr angenehmer, klarer, beruhigender Duft. Und so geht es nicht nur mir: Der Duft…

des echten Lavendel (Lavendula angustifolia) wirkt auf viele Menschen beruhigend und entspannend, unterstützt sie in ihrem Schlaf, wirkt stimmungsaufhellend und reduziert Ängste. So wirkt Lavendelduft auf der psychische Ebene. Auf der körperlichen Ebene wirkt dieser Lavendel blutstillend, desinfizierend, lindernd bei Juckreiz und Verbrennungen.

Allerdings ist ein bisschen Obacht angesagt: denn es gibt nicht nur den echten Lavendel mit diesen Eigenschaften, es gibt auch noch andere Lavendelarten die andere Wirkungen haben. So gibt es z. B.

Lavandin (lavendula hybrida). Das aus ihm gewonnenen Lavandin-Öl ist wesentlich preisgünstiger als das echte Lavendelöl und dieses hat eine andere Wirkung. So hat Lavandin eine erfrischende,aufbauende und eben NICHT beruhigende Wirkung. Das führt dann beim Kauf des falschen ätherischen Öls zu Entäuschungen. ABER: Lavandin eignet sich hervorragend zum putzen und ist ein echter Insektenschreck. Ich verwende es z. B. total gerne als Wäscheduft und geben einfach ein paar Tropfen in das Weichspülfach. Die Wäsche riecht schön frisch und leicht nach Lavendel. Natürlich kann auch das ätherische Lavandin-Öl für andere Zwecke verwendet werden denn es ist auch antibakteriell, antimykotisch, hilft bei Muskelschmerzen, ist erfrischend und reinigend. Und vieles mehr.

Hier möchte ich Dir noch ein paar Tipps zur Verwendung von Lavendelöl und Lavendelblüten geben:

- Wollwäsche schützen: Verwende ein paar Tropfen des ätherischen Lavandinöls schon während des Waschen der Wollsachen. So bekommen Sie schon einen leichten Duft.

  • Duftsäcken mit getrockneten Blüten: Du kannst auch die getrockneten Blüten in kleine Baumwollsäckchen füllen und in den Schrank legen. Motten mögen den Geruch nicht und so bleibt der Schrank mottenfrei. Wenn Du das Säckchen geruchsmässig auffrischen möchtest, dann reichen ein paar wenige Tropfen Lavendelöl aus und zwar am Besten das Lavandin-Öl.

Es gibt aber noch andere ätherische Öle die Motten ausgesprochen unangenehm finden. So wirken z. B. die Öle von (echtem) Zedern- und Zirbenholz auch sehr gut als vorbeugende Mittel.

Es gibt z. B. Holzscheiben die sich in den Kleiderschrank legen lassen und einen Mottenbefall vorbeugen sollen. (Hinweis: meist sind es aber Hölzer die nicht von der “echten” Zeder stammen, sondern von Zypressenhölzern und die fälschlicherweise aber Zeder genannt werden). Auf jeden Fall können diese Hölzer aber genutzt werden. Holzscheiben werden dann von Zeit zu Zeit mit Schmiergelpapier etwas angerauht. Oder aber man gibt dann das echte ätherische Zedernöl wie von der Cedrus atlantica immer mal wieder zum Auffrischen auf die Holzscheiben auf.

Zirbenholz wirkt ebenfalls gegen Mottenbefall. Dazu gibt es sogar eine Studie Studie. Festgestellt wurde dabei auch, das die Wirksamkeit gesteigert werden konnte durch eine Kombination von Zirbenholz (oder Zirbenholzspäne) plus einigen Tropfen ätherischem Zirbenholzöl. Ein schöner weiterer Effekt ist dabei die beruhigende Wirkung die durch die Verwendung der Ölen wie von Zeder oder Zirben entsteht, besonders im Schlafzimmer.

Wer es ganz einfach und recht sicher mag kann auf ein fertiges Spray von Aries fertiges Spray von Aries zurückgreifen. Dieses enhält Lavandin sowie Neemöl und andere Öle. Die sauberen Textilien werden damit eingesprüht und können dann ca. 6 Monate eingelagert werden.

ABER - und das ist wichtig zu beachten - all diese Maßnahmen wirken vorbeugend gegen Motten. Sind die Textilien schon befallen, dann helfen sie leider sehr wenig.

Deswegen schon vorher ein paar Dinge beachten, damit die Motten erst gar nicht auf die Idee kommen sich in Deinen Wolltextilien zu vermehren:

Was Motten nicht mögen ist: frisch gewaschene Kleidung ohne Schweiß, Kleidung die auch immer wieder mal rausgenommen und durchgeschüttelt wird. Daher am Besten regelmässig die Wollpullover oder Woll-Überhosen aus der Schublade nehmen, neu sortieren, Schublade auswischen. Und bei längeren Lagerzeiten vielleicht doch die Wolltextilien besser in dicht schließenden Kunststofftüten oder Boxen aufbewahren.

Und wer ganz sicher gehen möchte: es gibt auch noch sogenannte Phermonfallen als Klebestreifen. Die Motten werden durch ein dort angebrachtes Sexualhormon angelockt, bleiben kleben -und so gibt es keine kleinen Larven.

Ich hoffe das hilft Dir weiter!

Sabine Bauer